Michael Wieden auf dem Wirtschaftsempfang der SPD-Bundestagsfraktion

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Michael Wieden mit Sabine Dittmar (MdB) und Manfred Lang (Inhaber der Firma FS Ebern)
v.r. Michael Wieden mit Sabine Dittmar (MdB) und Manfred Lang (Inhaber der Firma FS Ebern)

Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar nahm Michael Wieden am 28.09.2015 zusammen mit hochrangigen Vertretern der Wirtschaft am Wirtschaftsempfang der SPD-Bundestagsfraktion teil.

Der Empfang stand daher unter dem Motto „Neue Erfolge – Vorsprung durch Innovation“. Neben dem SPD-Parteivorsitzendem Sigmar Gabriel, dem Fraktionsvorsitzendem Thomas Oppermann und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Hubertus Heil, nahmen auch Vertreter der Wirtschafts Stellung zu aktuellen Entwicklungen. Als Keynote-Speaker war Manfred Winterkorn (ex VW-Chef) angekündigt. Auf Grund der aktuellen Ereignisse kam es hier zu einem Wechsel, und der Präsidenten der IHK Berlin, Dr. Eric Schweitzer, sprang kurzfristig ein. Auch wenn VW ein Thema war, so hat Dr. Schweitzer das Thema „Ehrbares Kaufmannstum“  nicht nur auf die aktuellen Ereignisse bezogen gehabt. Ein sehr interessanter Vortrag, der mehr war als nur „Ersatz“ zu Martin Winterkorn.

Michael Wieden mit Sabine Dittmar (MdB) und Manfred Lang (Inhaber der Firma FS Ebern) auf dem Dach des Bundestages
Michael Wieden mit Sabine Dittmar (MdB) und Manfred Lang (Inhaber der Firma FS Ebern) auf dem Dach des Bundestages

Als Leiterin der Projektgruppe „Neue Erfolge – Vorsprung durch Innovation“ moderierte Sabine Poschmann das Hauptpanel. Dieses setzte sich aus

  • der Geschäftsführerin von IBM-Deutschland, Martina Koederitz,
  • der Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Prof. Pascale Ehrenfreund,
  • dem Chef der IGBCE, Michael Vassiliadis, und
  • dem jetzigen Wirtschaftsminister von Thüringen, Wolfgang Tiefensee,

zusammen. Dabei wurde z.B. Fragen wie aus technologischen Innovationen gesellschaftlicher und sozialer Fortschritt erwachsen kann, erörtert. Dabei wurde auch die Frage gestellt, ob die Gesellschaft in Deutschland besonders innovationskritisch sei und wie die Akzeptanz von Innovationen erhöht werden kann. Lösungsansätze wurden vor allem im Bereich der Bildung gesehen, in dem z.B. Kinder früher an Technik herangeführt oder in Hochschulen verstärkt interdisziplinär gearbeitet werden. Zudem sollte die thematische Diskussion mit allen Akteuren neu aufgesetzt werden.

In der Fragerunde wurde auch eine im Plenum von Michael Wieden gestellte Frage aufgenommen, inwieweit das Thema „Innovation Mensch“ innerhalb der Personalpolitik nicht als wichtiger Faktor der technischen Innovation aktuell zu wenig Berücksichtigung findet. Speziell hatte ich hier die Vertrauenskultur versus Kontrollkultur angesprochen.
Diese Frage wurde über 10 min erörtert, und sowohl Frau Koederitz, als auch Herr Vassiliadis und Herr Tiefensee bestätigten mehr oder weniger, dass technische Innovation letztendlich auch nur in einem Umfeld entstehen kann, welches Freiraum für innovatives Denken lässt. Hier haben gerade deutsche Unternehmen noch einiges aufzuholen und liegen im internationalen Vergleich eher im Mittelfeld.

Innovative Unternehmen gibt es hier definitiv, jedoch an einer tatsächlichen tatsächlich proaktiv aufgebauten Vertrauenskultur arbeiten nur wenige. Kontrolle (die in einem begrenzten Umfang sicher seine Berechtigung hat) sei noch Haupt-Führungstool. Hier gälte es tatsächlich auch neue Konzepte oder bereits bewährte Konzepte aus anderen Ländern anzusehen, um Lösungsansätze zu finden.

Fazit: Neue Arbeitsformen sind noch eines der Themen, in welchen deutsche Unternehmen Aufholbedarf haben. Genzugenommen müssten sie sich sogar die Frage stellen, ob ein Aufholen“ tatsächlich sinnvoll ist, oder man nicht gleich dazu übergeht sich Gedanken darüber zu machen, wie Personalführung und Arbeit der Zukunft aussehen kann, NACHDEM das Mainstream geworden ist, was andere Länder jetzt innovativ sein lässt. Einen Schritt überspringen, um wieder vornan zu stehen, statt hinterher zu rennen. 
Also die Zukunft nach der Zukunft. Oder wäre das wieder zu innovativ für Deutschland?

About Michael Wieden

Michael Wieden war von 2012 bis Ende 2016 mit der Wirtschaftsförderung für die Stadt Bad Kissingen beauftragt. Im Rahmen dieses Auftrags hat er im August 2013 das Projekt "ChronoCity - Pilotstadt Chronobiologie" initiiert. Neben dieser Tätigkeit beschäftigt er sich intensiv mit neuen Formen der Arbeit, gesundem Arbeiten und vor allem mit Chronobiologie. Seine Erkenntnisse und Erfahrungen fließen in seinem 2012 im Springer-Gabler-Verlag erschienenem Buch "Liquid Work - Arbeiten 3.0", sowie in der 2016 erschienenen, erweiterten 2. Auflage "Chronobiologie im Personalmanagement" ein. Desweiteren hält er zu seinem Projekt ChronoCity, zu Chronobiologie im Personalmanagement sowie der Abschaffung der Sommerzeit, späterem Schulbeginn und neuem HR-Management deutschlandweit und auch im Ausland Vorträge.