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SARSHEP – Eine Petition für eine Langfriststrategie zur Corona-Pandemie

SARSHEP - Erklärvideo auf youtube

Klick auf das Bild, und du wirst zum SARSHEP – Erklärvideo auf youtube.de geleitet

Seit Gründung 2014 haben wir uns der Gesundheit von Menschen mit Fokus auf die betriebliche Gesundheit verschrieben. Die aktuelle Situation rund um Corona bzw. Covid-19 sollte eigentlich Grund sein, dass Gesundheit endlich stärker in den Fokus rückt und endlich den Wert zugeschrieben bekommt, den sie verdient.


Den allgemeinen Text schon gelesen? Hier die Direktlinks zu den Updates!
Anfrage an BundesgesundheitsministeriumAnfrage an das RKIAktuelle Studie Auswirkung von Impfungen auf KrankheitsverläufeAktuelle Allensbach Studie über Ängste der Deutschen

Interessanter Weise ist es jedoch nicht die Gesundheit, die von der Entwicklung profitiert, sondern die Digitalisierung. Mobile Arbeitsformen (wie wir sie auch mit Liquid Work schon seit 2012 propagieren), finden zwar auf einmal Interesse, werden jedoch durch die Kontaktbeschränkungen und den Lockdown einzig auf “HomeOffice” zusammengedampft. Dadurch, dass “HomeOffice”, digitale Meetings etc. sich überwiegend nicht strategisch und geplant entwickelt haben, sondern jetzt quasi unter Druck “per decret” eingeführt wurden, zeigen sich nun auch deutlich die ersten Folgen. Digitalisierung bietet zwar tatsächlich viele Optionen, wenn sie aber Hals über Kopf als maßnahmenbegleitendes Allheimittel eingeführt wird, besteht eben die Gefahr, dass hier in erster Linie das Geschäft gewittert wird, statt tatsächlich den jeweiligen langfristigen und vor allem gesundheitlichen Nutzen zu hinterfragen.

Wird der Fokus seitens der Politik in Bezug auf die langfristige Pandemiebekämpfung nun ebenso leichtfertig/geplant auf die Digitalisierung gelegt? Egal wie, unser Ziel bei aliamos liegt ganz klar auf dem nachhaltig gesundheitlichen Nutzen von Pandemiemaßnahmen. Aus diesem Grunde haben wir das Projekt “SARSHEP” ins Leben gerufen, Hiermit wollen wir wieder den Fokus auf echte Gesundheit in der Prävention von Pandemien legen, wobei die Digitalisierung dabei als unterstützendes Element dienen soll, und nicht als Kernmaßnahme.

Präventiv statt reaktiv

Alle Augen richten sich auf die täglichen Infektionszahlen. Diese bestimmen im Kern als 7-Tage-Inzidenz alle Maßnahmen der Bundesregierung. Oft fällt das Wort “Präventiv”, wenn es um Maßnahmen an Orten geht, die kaum zentral zum Infektionsgeschehen beitragen. Was aber ist an Maßnahmen präventiv, die gegen eine bereits vorhandene Pandemie angesetzt werden? AHA, Kontaktsperre, Lockdown und Impfungen sind also keineswegs präventive, sondern zu 100% reaktive Maßnahmen in Bezug auf die Pandemiebekämpfung.

Das Problem ist, dass langfristig wirksame reaktive Maßnahmen in Bezug auf diese Pandemie, sowie echte Prävention gegen kommende Pandemien nach nun fast einem ganzen Jahr nach wie vor in der Politik offensichtlich absolut keine Rolle spielen. Der Fokus liegt alleine auf:

  • Hygienemaßnahmen (AHA)
  • Kontaktverfolgung
  • Lockdown
  • Impfung

Es stellt sich die Frage, ob dies tatsächlich eine nachhaltige, langfristige, strategische und vor allem bei jeder weiteren Pandemie wiederholbare Praxis darstellen kann, zumal sie nichts zur Stärkung der Resilienz1)Resilienz ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. der Bürger beitragen.

Dabei liegt echte Prävention eigentlich auf der Hand.

SARSHEP

SARSHEP ist ein simpler Ansatz, der keineswegs den Anspruch hat, kurzfristig zu wirken. Ganz im Gegenteil, will er genau das erreichen, was längst hätte erreicht werden können, wenn man die bisherigen Epidemien aber auch Pandemien wie die alljährlich wiederkehrende Grippe, zielgerichteter analysiert hätte.  SARSHEP stellt dabei die wichtigste Kernfrage:

Was unterscheidet die Gruppe der schweren Krankheitsverläufe von Epidemien/Pandemien von der Gruppe der leichten, teilweise völlig symptomlosen Krankheitsverläufe bezogen auf den LIFESTYLE vor der Infektion?

Ziel ist dabei einerseits über Befragungen von aktuell Infizierten, Genesenen und ggfs. auch Angehörigen von Verstorbenen, die Parameter  zu finden, die schwere Auswirkungen begünstigen (Kerntreiber), und andererseits jene Parameter, die das Risiko schwerer Auswirkungen reduzieren (Kerndämpfer).  Dabei steht das natürliche Immunsystem im Fokus, was auch bei dieser Pandemie völlig unterschätzt wird.

Die 4 Säulen des SARSHEP - Ansatzes
Die 4 Säulen des SARSHEP – Ansatzes

Rechtzeitig begonnen, hätte man bei aktuell deutschlandweit bis heute über 1. Mio. Corona-Infektionen (oder besser positiv auf Corona getestete Personen) und weiteren Millionen zurückliegender anderer Infektionen (Grippe etc.),  inzwischen über den Erkenntnisgewinn durch entsprechende Befragungen ein gewaltiges Tool, um über Maßnahmenkataloge die auf ebendiesen Erkenntnissen basieren, echte Prävention auf allen Ebenen durchführen zu können.

Wie so etwas aussehen kann, zeigen wir in unserem Erklärvideo (Verlinkung zu Erklärvideo auf www.youtube.de).

Was ist bisher bekannt

Bisher hat das RKI in seinem epidemologischen Steckbrief (Punkt 15) lediglich eine grobe Kategorisierung in Bezug auf die Vorerkrankungen veröffentlicht. In diesem werden folgende Quellen zitiert.

Die Petition

Um unserer Forderung um Aufklärung Nachdruck zu verleihen, haben wir auf CHANGE.org eine Petition gestartet. Mit dieser Petition wollen wir Bundesgesundheitsminister Jens Spahn persönlich als Verantwortlichen in die Pflicht nehmen, allen Protagonisten dieser Gesellschaft die Informationen zur Verfügung zu stellen, welche Kerntreiber unseres Lifestyles die schweren Auswirkungen fördern und welche Kerndämpfer sie verhindern.

UNTERSTÜTZEN SIE UNS MIT IHRER STIMME

Wenn wir die Transparenz haben, kann jedes Unternehmen, jeder Arzt und jeder Berater im Gesundheitswesen, aber letztendlich auch jeder einzelne Bürger proaktiv etwas dazu beitragen, dass Covid-19, wie auch künftige Pandemien nicht mehr diese gravierenden Auswirkungen haben werden.

Herzlichen Dank!

Claudia Garrido Luque & Michael Wieden


Update: 23.11.2020

Am 19.11.2020 haben wir folgende Anfragen per Mail an das Bundesgesundheitsministerium bzw. das RKI gestellt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte Sie um eine kurze Information, ob Erhebungen durchgeführt wurden bzw. Ihnen bekannt sind, in welchen durch Abfrage von Parametern des Lifestyles von Infizierten (Ernährung, Schlafverhalten, Medikamentengebrauch, Impfverhalten etc.), ein Überblick ersichtlich wird, welche Lifestyle-Parameter schwere Verläufe (bzw. Tod) von Infektionen (z.B Covid-19) fördern, und welche diese dämpfen bzw. Grundlage eher leichter oder symptomloser Verläufe bilden? Für eine kurze Information ggfs. mit Zusendung oder Verlinkung zu möglichen Dokumenten wäre ich Ihnen sehr verbunden.

Herzlichen Dank und viele Grüße
Michael Wieden

Auf diese Anfrage haben wir am 23.11.2020 vom Bundesgesundheitsministerium folgende Antwort enthalten:

Sehr geehrter Herr Wieden,
vielen Dank für Ihre E-Mail vom 19. November 2020.
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ist grundsätzlich gerne bereit, Informationen zur Verfügung zu stellen. Diese müssen auf Informationen, die Sie auf der Internetseite des BMG, www.bundesgesundheitsministerium.de, finden, begrenzt werden. Recherchen oder Antworten auf umfangreiche Fragen können nicht geleistet werden. Auch sind keine (Telefon-)Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BMG möglich. Bitte haben Sie dafür Verständnis.
Dieses Schreiben ist im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit durch das Bürgertelefon erstellt worden und dient Ihrer Information. 
Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie uns auch anrufen. Wir helfen gern.  
Mit freundlichem Gruß
Bürgertelefon im Auftrag des
Bundesministeriums für Gesundheit

Update: 01.12.2020

Auf obengenannte Anfrage haben wir am 01.12.2020 vom RKI folgende eine Antwort enthalten:

Sehr geehrter Herr Wieden, 

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Detailliertere Auswertungen der im Rahmen der Meldung übermittelten Angaben zu Krankheitsverläufen und Vorerkrankungen als Risikofaktoren werden in separaten Publikationen veröffentlicht, siehe z.B.
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/17/Art_01.html?nn=13490888 2)Das hier dargestellte Bulletin datiert auf den 23.04.2020, und ist damit nicht auf die aktuelle Situation anzuwenden

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_S11_2020_Krankheitsschwere_COVID_19.pdf?__blob=publicationFile

Außerdem werden die Charakteristika der hospitalisierten COVID-19-Patienten im Rahmen von Studien ausgewertet, siehe z.B. https://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600(20)30316-7/fulltext 

3)Die hier angesprochene Publikation wurde am 28.07.2020 veröffentlicht, und bezieht sich auf den Erhebungszeitraum vom 28.02.-19.04.2020, und ist damit ebenfalls auf die aktuelle Situation nicht mehr anwendbar. (Siehe auch diesen Artikel unter “Was ist bisher bekannt?”)

Der aktuelle Kenntnisstand zu Risikofaktoren schwerer Verläufe wird im Steckbrief zu COVID-19 zusammengefasst: http://www.rki.de/covid-19-steckbrief 

4)Siehe auch diesen Artikel unter “Was ist bisher bekannt?”. Hier haben wir die Inhalte des Steckbriefes erläutert.

Dort heißt es u.a. :
“Schwere Verläufe können auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankung (103, 112) und bei jüngeren Patienten auftreten (171, 172). Bei folgenden Personengruppen werden schwere Krankheitsverläufe häufiger beobachtet:
– ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für einen schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren; 85% der in Deutschland an COVID-19 Verstorbenen waren 70 Jahre alt oder älter [Altersmedian: 82 Jahre])
– männliches Geschlecht (66, 67)
– Raucher (26, 173, 174) (schwache Evidenz)
– stark adipöse Menschen

Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, ohne Rangfolge (118, 175, 176):
– des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
– chronische Lungenerkrankungen (z.B. COPD)
– chronische Nieren- und Lebererkrankungen
– Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
– Patienten mit einer Krebserkrankung
– Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)”

Wichtige weiterführende Informationen zur Risiko-Einschätzung finden sich auch auf den Internetseiten der jeweiligen medizinischen Fachgesellschaften.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
A.D. (Pressestelle)


Update: 02.12.2020

Studie:
Relative Incidence of Office Visits and Cumulative Rates of Billed Diagnoses Along the Axis of Vaccination
auf Deutsch: “Relative Inzidenz von Arztbesuchen und kumulativer Anzahl von in Rechnung gestellten Arzt-Diagnosen entlang eine Impf-Achse”
Hinter diesem sperrigen Titel verbirgt sich im Kern der Vergleich zwischen Arztbesuchen sowie den jeweiligen Diagnosen mit der Tatsache, ob der Patient geimpft war oder nicht.  Dabei wurden verschiedenste Krankheitsbilder miteinander verglichen. Um den Eindruck einer subjektive Betrachtungsweise zu vermeiden, haben wir lediglich das Abstract übersetzt und die komplette englischsprachige Studie hier verlinkt (MDPI – Multidisciplinary Digital Publishing Institute). So kann sich selbst jeder ein Bild machen.
WICHTIG!
Wir selbst geben mit diesem Update keine eigene Meinung zum Thema Impfung wieder, sondern wollen darauf hinweisen, dass es auch im Interesse der Allgemeinheit ist, den Impfstatus der Infizierten im Sinne der Petition ebenfalls zu den zu erhebenden Parametern hinzuzufügen. Wichtig ist daher der Hinweis bereits im Abstract, dass von den Verfassern der Studie zu weiteren Studien unabhängiger Institute aufgerufen wurde. Dies wird auch im Diskussionsteil der Studie nochmals ausführlich angesprochen.
Unsere nicht offizielle Übersetzung des Abstracts finden Sie hier.

Update 02.12.2020

Eine aktuelle Allensbach-Umfrage im Auftrag der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) zeigt, wie wichtig es ist, den Menschen wieder Sicherheit und Planbarkeit zu geben. Gerade die Generation Mitte ist lt. der Studie aktuell extrem verunsichert. Diese Generation ist es aber auch, die nun diese Verunsicherum wiederum ihren Kindern vorlebt. Es entsteht somit ein Schneeballeffekt. Die Generation Mitte bezweifelt auch, dass das so oft propagierte “Wir Gefühl” sich tatsächlich entwickelt, meint sogar, dass es aktuell durch Spaltung eher schwindet.

Wir sind der Meinung, dass die Radikalität der Maßnahmen in Verbindung mit gleichzeitigem Schweigen bzgl. einer perspektivegebenden Langfriststrategie, maßgeblichen Anteil an dieser Verunsicherung hat. Denn gerade die Generation Mitte ist es, die das Vorhandensein von Perspektiven gewohnt ist, und nicht, wie die Nachkriegsgeneration, im Kindesalter Muster entwickelt hat, sich begrenzt auch ins Ungewisse zu organisieren. Zudem hat sie noch Zeit und KnowHow, langfristige Veränderungsprozesse in Gang zu bringen, und gleichzeitig die Erfahrung, wie wichtig reale soziale Kontakte (im Gegensatz zu virtuellen Kontakten) für Entwicklungsprozesse sind.

Die Allensbach-Umfrage im Auftrag der GDV finden Sie hier


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Referenz

Referenz
1 Resilienz ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.
2 Das hier dargestellte Bulletin datiert auf den 23.04.2020, und ist damit nicht auf die aktuelle Situation anzuwenden
3 Die hier angesprochene Publikation wurde am 28.07.2020 veröffentlicht, und bezieht sich auf den Erhebungszeitraum vom 28.02.-19.04.2020, und ist damit ebenfalls auf die aktuelle Situation nicht mehr anwendbar. (Siehe auch diesen Artikel unter “Was ist bisher bekannt?”)
4 Siehe auch diesen Artikel unter “Was ist bisher bekannt?”. Hier haben wir die Inhalte des Steckbriefes erläutert.