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Wie Sie als Firma nach dem lock down Ihre Mitarbeiter stärken können

Zeiten wie diese, in denen die Worte „social distancing“ und „Corona“ die Medien überfluten, fast keine andere Berichterstattung mehr stattfindet, als über diese Themen, machen vielen Menschen Angst. Hinzu kommt bei dem einen oder anderen noch die Angst um den Arbeitsplatz, wenn Kurzarbeit angemeldet oder auf staatliche Anordnung hin gar nicht mehr gearbeitet werden darf, oder die Angst um die eigene Selbstständigkeit. Es sind gerade die kleinen Betriebe mit wenigen Rücklagen, die unter dieser Situation am Meisten leiden und um ihre Existenz fürchten. Angst ist jedoch, wie die Psychologie bereits weiß, ein sehr schlechter Begleiter für das körpereigene Immunsystem. Aber auch viele andere Faktoren können das Immunsystem des Menschen stark beeinflussen. Ein ganz wichtiger Faktor ist hier die richtige Ernährung. Sie fragen sich wieso?

Aufbau und Funktion des menschlichen Immunsystems

Dazu ist es nötig zu verstehen, wie das menschliche Immunsystem aufgebaut ist. Den Aufbau unseres Immunsystems kann man mit der Struktur einer Firma vergleichen, denn es ist in viele Abteilungen aufgeteilt, die alle ihre eigenen wichtigen Aufgaben haben, jedoch ein zusammenhängendes Ganzes sind, wenn es um die tadellose Funktion geht. Unser Immunsystem besteht aus einem spezifischen und einem unspezifischem Immunsystem, für die verschiedene Immunorgane unseres Körpers wichtig sind.

Das unspezifische Immunsystem ist das uns angeborene, das uns von Geburt an begleitet. Es kann  bis zu einem gewissen Grad verschiedene Erregerarten eliminieren oder abwehren. Zum unspezifischen Immunsystem zählen neben der Außenhaut die Schleimhäute der Bronchien, des Halses, des Rachen, der Nase, der Harnwege, der Geschlechtsorgane und des Darms. Wird dieses unspezifische System jedoch durch sehr viele, starke und gefährliche Erreger überfordert, kommt das spezifische Immunsystem ins Spiel.

Das spezifische Immunsystem des Menschen ist nicht von Geburt an vorhanden und ist darauf angewiesen, vielfältigen Kontakt mit der Mikrobenwelt unserer Umwelt zu erlangen, damit es sich im Laufe unseres Lebens leistungsfähig entwickeln kann. Die nötigen Antikörper werden also durch das „Trainieren“ im täglichen Leben gebildet, wenn wir mit den unterschiedlichsten Erregern in Kontakt kommen und befinden sich u.a. auf den B-Lymphozyten, die eine bestimmte Form von Abwehrzellen sind.

Bild von Vektor Kunst auf Pixabay

Kommen wir nun beispielsweise mit einem Virus in Kontakt, fängt das unspezifische Immunsystem sofort an, dieses Virus mit seinen Abwehrzellen, den so genannten Makro- und Mikrophagen, aufzufressen. Dem spezifischen Immunsystem, genauer gesagt den B-Lymphozyten, die nun hinzukommen, wird von den Makro- und Mikrophagen ein Teil des Virus als Antigen, sozusagen also als Vorlage, für die Erstellung von Antikörpern bereit gestellt. Die Herstellung der notwendigen Antikörper nimmt allerdings einige Zeit in Anspruch, was zu einer immunologischen Lücke im Schutz führen kann, weswegen es manchmal passiert, dass der Mensch dennoch krank wird, wenn die Erreger so zahlreich und stark sind, dass sie das Immunsystem überwältigen können.

Sind erst einmal die Antikörper-Prototypen fertig gestellt, sind die B-Lymphozyten als Transportmittel und „Schnellläufer“ gefragt, um in unserem Körper die Antigene zu finden, die zu dem erstellten Antikörper passen. Ist dem der Fall, bindet sich ein Antikörper so wie zwei ineinander passende Puzzleteile irreversibel an das Antigen, also den Viruseindringling. Das, was bei diesem Vorgang entsteht, nennt man Immunkomplex und dient u.a. dazu, dass dieses Antigen nicht mehr in gesunde Zellen eindringen kann.

Ist unsere B-Lymphozyte auf diese Weise erfolgreich gewesen, beginnt sie damit, sich zu klonen. Es entstehen Millionen von identischen B-Lymphozyten, die genau wie ihre „Mutter“ wissen, wie Antikörper gegen das Virus gebildet werden. Das bedeutet das Ende für das Virus in unserem Körper. Damit wir bei einem erneuten Angriff des Virus denselben Vorgang nicht erneut durchlaufen müssen, stellen sich einige der B-Lymphozyten, die gegen das Virus gekämpft haben, als Gedächtniszellen zur Verfügung, so dass bei Bedarf ohne immunologische Lücke sofort gegen das erneute Eindringen vorgegangen werden kann.

Die eingangs genannten Immunorgane sind sowohl für das unspezifische als auch das spezifische Immunsystem wichtig. Zu diesen Organen zählen einerseits

  • das Knochenmark

und andererseits die Organe bzw. Gewebe des Lymphsystems, bestehend aus

  • Lymphfgefässen
  • Lymphflüssigkeit
  • Lymphknoten
  • Mandeln
  • Thymusdrüse
  • Milz
  • Wurmfortsatz
  • GALT (Darmassoziiertes lymphatisches Gewebe).

Alle Organe sind an einer Immunkette beteiligt, von denen ich hier jedoch allerdings ausschließlich auf das GALT eingehen möchte. Im GALT findet die Vermehrung und Differenzierung  von B-Lymphozyten statt, die Antikörper gegen Antigene aus dem Darminhalt gebildet haben. Diese machen sich dann im Körper umgehend auf die Suche nach entsprechenden Antigenen, um diese zu eliminieren. Diese kugelförmigen Kolonien von B-Lymphozyten sitzen in den sich in der Darmschleimhaut befindenden Lymphfollikeln, auch Peyer-Plaques nach ihrem Entdecker benannt. 70 bis 80 Prozent aller Zellen des Körpers, die Antikörper produzieren,  sind in diesen Peyer-Plaques angesiedelt. Die anderen 20 bis 30 Prozent verteilen sich auf die anderen lymphatischen Organe, das Bindegewebe und das Gefäßsystem. Eine Studie aus Juni 2015 hat übrigens aufgezeigt, dass eine Ernährung reich an Transfetten, die sich u.a. beim Frittieren bilden, aber auch eine zuckerreiche Ernährung dazu beitragen können, die Darmbesiedelung zu verändern und die Darmschleimhaut zu schädigen. Eine zucker- und fettreiche Ernährung kann also langfristig zu einem Verlust der kognitiven Fähigkeiten führen. Das bedeutet, dass die Fähigkeiten zu planen, zu argumentieren, Probleme zu lösen oder sich zu erinnern verloren gehen. (1) Aber auch isolierte Kohlenhydrate und Alkohol können die Darmschleimhaut schädigen und so eine Vielzahl an Krankheiten verursachen. Können Sie sich vorstellen, was eine solche Schädigung des Ortes, der die B-Lymphozyten beherbergt, für Ihr gesamtes Immunsystem bedeuten kann?

Weitere wichtige Voraussetzungen für ein gesundes Immunsystem

Da für den reibungslosen Ablauf unseres Immunsystems neben den Immunorganen auch noch anderen Organe eine ernst zu nehmende Rolle spielen, ist es wichtig, dass alle unsere Organe über unserer Ernährung mit den für ihre wichtigen durchzuführenden Aufgaben notwendigen Vitalstoffen versorgt werden, die diese benötigen, um vollumfänglich und reibungslos funktionieren zu können.

Was sind Vitalstoffe?

„Vitalstoffe“ ist der Sammelbegriff für Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Fettsäuren und Aminosäuren. All diese Stoffe sind in einer guten, mit frischen, möglichst schadstofffreien Lebensmitteln zubereiteten Ernährung zu finden und tragen neben den Nährstoffen selbst dazu bei, dass die hoch komplizierten Stoffwechselprozesse in unserem Körper, von denen wir selbst so gut wie nichts mitbekommen, ohne Komplikationen ablaufen können und stärken unser körpereigenes Immunsystem. Eine im British Journal of Nutrition im Juni 2014 veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass in biologischen Lebensmitteln bis zu 69 Prozent mehr Antioxidantien enthalten sind, als in der nicht biologischen Variante. Ein bedeutend höherer Antioxidantien-Wert wird mit einem niedrigeren Risiko bezüglich einiger Krebsarten aber auch chronischer Krankheiten in Verbindung gebracht. Ebenfalls wurde in dieser Studie festgestellt, dass die Kadmiumwerte im Bioanbau fast 50 Prozent, die Nitratwerte 30 Prozent und die Nitritwerte sogar 87 Prozent geringer waren. (2) Neben der allgemeinen Annahme, dass in biologisch angebautem Gemüse ein höherer Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen zu finden sein, hat diese Studie also weitere Vorteile des biologischen Anbaus festgestellt.

gesunde Ernährung für die Kantine
gesunde Ernährung für die Kantine

Eine gute Versorgung unseres Körpers mit Antioxidantien und Vitalstoffen ist also von großer Bedeutung. Fehlen uns nur ein oder sogar mehrere Vitalstoffe, kann sich dies in vielerlei Hinsicht äußern: von Leistungsabfall über sinkendes Wohlbefinden bis hin zu den unterschiedlichsten Krankheiten, die leider oft nicht einmal mit einem möglichen Vitalstoffmangel in Verbindung gebracht werden. Erkennen Sie die bedeutende Rolle, die diese Stoffe, die wir über die Nahrung zu uns nehmen, im Hinblick auf unsere Gesundheit aber auch unser tägliches Arbeitsleben  spielen können

 Was kann ich als Firma tun?

Zurück zu der Zeit nach Corona. Denn nach Corona ist vor einer anderen Infektionsquelle, die uns jedes Jahr auch in veränderter Virusform immer wieder begegnen kann und wird. Sie wissen nun, wie unser Immunsystem funktioniert und das wir dieses durch den Verzehr von möglichst vielen Vitalstoffen boosten können. Auch haben Sie erfahren, dass ein Vitalstoffmangel für Leistungsabfall und Krankheiten verschiedenster Art verantwortlich sein kann. Sie als Firma haben die Möglichkeit, Ihren Mitarbeitern zu mehr Gesundheit zu verhelfen! Dies erreichen Sie am besten, indem Sie diesen die Möglichkeit der Bewusstseinsbildung für dieses Thema zum Beispiel über entsprechende Vorträge und Workshops schaffen, aber auch indem Sie in Ihrer Kantine aufhören, überfettete, nicht der Arbeitssituation entsprechende Hausmannskost oder Fast Food anzubieten. Greifen Sie auf eine gesunde, vitalstoffreiche, mit viel Rohkost versehene, leckere Ernährung zurück, die für Sie und Ihre Mitarbeiter eine win-win-Situation darstellt:

Sie sorgen über Ihr Essensangebot mit für die Gesundheit der Mitarbeiter und diese bleiben dadurch leistungsfähig!

Unsere Firma hat sich neben der Chronobiologie (Wissenschaft der genetisch bedingten inneren Uhr) auf die Beratung von Unternehmen und deren Kantinen im Bereich vitalstoffreiche, gesunde Ernährung spezialisiert. Wir bieten neben Vorträgen zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung auch die Beratung der hauseigenen Kantine an. Sie sind interessiert? Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme!

Herzlichst

Claudia Garrido Luque

 

  1. Oregon State University, Fat, sugar cause bacterial changes that may relate to loss of cognitive function, Juni 2015, Science Daily
  2. Baranski, M. et al. (2014) Higher antioxidant concentrations and less cadmium and pesticide residues in organically-grown crops: a systematic literature review and meta-analyses. British Journal of Nutrition.